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Art-Master-III Nach dem knapp 4-wöchigen Praxisgebrauch des Hanvon Art Master III, wage ich mich hier einen kurzen Testbericht zu veröffentlichen. Anfang Mai hatten wir ja schon den Art Master 1209 unter die Lupe genommen – nun ist sein neuer, größerer Bruder an der Reihe.

Der Art Master 3 von Hanvon lässt sich auf den ersten Blick mit dem Wacom Intuos 4 vergleichen und ist für den ambitionierten Hobbygrafiker, als auch für den professionellen Fotografen gedacht. Den Art Master wird es in 3 Versionen geben:
0604 (Größe S)
0906 (Größe M) und
1308 (Größe L)

Alle Modelle verfügen über 8 programmierbare Expresskeys sowie über einen Touchring. Zu jedem Tablett liegen 2 Stifte und ein umfangreiches Softwarepaket bei.

Optisch macht der Hanvon Art Master 3 einen edlen Eindruck. Schwarzer Klavierlack, schwarze Buttons sowie eine dunkelgraue Arbeitsfläche sind stimmig verarbeitet worden. Leider sieht man wie auf allen Klavierlackoberflächen sofort Fingerabdrücke, Staub und sonstige Spuren. Regelmäßiges Staubwischen ist Pflicht! In der Nähe der Buttons ist das Hanvon-Logo angebracht, welches leuchtet, wenn das Tablett aktiv ist und blinkt, wenn man sich ausserhalb des Arbeitsbereiches befindet. Das Grafiktablett ist drehbar und lässt sich durch seine 2 USB-Anschlüsse sowohl als Rechts- als auch als Linkshänder perfekt benutzen. Die Buttons sowie der Touchring sind bequem und passend angeordnet. Ein Stifthalter mit 6 Ersatzspitzen (die übrigens im Vergleich zu den Intuos4 Spitzen lange halten), gehört außerdem auch noch zum Lieferumfang.

Die Installation ist wie gewohnt einfach: USB Kabel rein, Treiber installieren – fertig. Eine Sache von einer Minute. Danach lässt sich das Tablett nach belieben konfigurieren (Druckempfindlichkeit, Sensibilität der Neigung etc.). Das Konfigurationsmenü des Tabletts ist hässlich und lässt an GUIs von 1997 erinnern, dient aber seinem Zweck.
art master 3 art master 3 stift

In der Praxis macht der Art Master 3 eine gute Figur. Ich hatte viel Spass mit dem Grafiktablett zu arbeiten, auch wenn einem mit der Zeit einige kleine Mängel auffallen. Die Arbeitsfläche ist Top, die Stifte gut ausbalanciert und die Übertragung des Gezeichneten ist ohne Verzögerung. Die Sensibilität des Stiftes ist für mein Empfinden am Anfang viel zu hoch, doch nach dem Feinjustieren im Konfigurationsmenü, geht das Zeichnen so von der Hand wie es auch sein sollte: ohne Stocken, sofort auf den Bildschirm und mit der vollen Kontrolle über Druckstärke und Neigewinkel.
Die Buttons sind meiner Meinung nach unglücklich fabriziert. Sie sind zu schmal und man muss zu feste Drücken um sie auszulösen. Der Touchring ist hochsensibel und ich hatte bis zuletzt Probleme, vernünftig in Photoshop CS3 damit zu Zoomen. Die Sensitivitätseinstellungen lassen sich meines Wissens leider auch nicht verändern. Mein Tipp: einfach die Tastatur verwenden. Ich habe mich über die Jahre hinweg mit dem Arbeiten an der Tastatur gewöhnt und komme mittlerweile schneller damit zurecht als mit irgendwelchen Buttons und Touchfeldern eines Grafiktabletts.
Die Ergonomie des Art Masters ist für meine Bedürfnisse perfekt. Selbst nach stundenlangem Arbeiten mit dem Tablett hatte ich weder Druckstellen noch Schmerzen im Handgelenk.
Das mitgelieferte Softwarepaket besteht, neben einer 30-tägigen Testversion von Corel Paint Shop Pro Photo X2, aus:

PenWrite: Handschrifterkennung für MS Word, Excel, Powerpoint sowie weitere Texteditoren.

PenSign: realistische Unterschriften für Office-Dokumente erstellen.

PenMail: Handschrifterkennung für Outlook sowie Windows Mail.

PenMark: Objekte auf dem Bildschirm können markiert bzw. editiert werden; Kommentare, Markierungen und Anmerkungen werden dabei gespeichert.

WhiteBoard: Benutzer können über einen Projektor auf dem Monitor schreiben, Objekte bearbeiten und zeichnen. Sehr nützlich für Demonstrationen sowie Präsentationen.

Spezifikationen:
Arbeitsfläche: 9×6 inch (228,6mm*152,4mm)
Druckstufen: 2048
Auflösung: 5080lpi
Maximale Übertragungsrate: 220pps
Neigungswinkel: +-60°

Fazit:
Für gerade einmal 293,05€ erhält man ein vollwertiges, professionelles Arbeitsgerät was einfach nur Spass macht. Die Ergonomie sowie die Eigenschaften sind top, die Anordnung und die Verarbeitung der Buttons lässt zu wünschen übrig. Getestet wurde das Tablett unter Windows 7 mit Adobe Photoshop CS3 und den mitgelieferten Treibern. Vielen Dank an die Papyrus GmbH die uns das Testexemplar zur Verfügung gestellt hat! Weitere Informationen unter Hanvon.com.