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Hanvon Sentip

  4Viele Benutzer haben ein großes Problem bei Grafiktabletts: sie sehen nicht direkt, was sie zeichnen. Man neigt oft dazu, auf die Oberfläche des Tabletts zu schauen, obwohl dort nichts dargestellt wird. Abhilfe schaffte bis vor Kurzem nur der Wacom Cintiq, der mit knapp 2000 Euro für Hobbygrafiker eine Liga zu hoch war. Mit dem Havon Sentip kommt jetzt Bewegung ins Spiel.

Der chinesische Hersteller von Grafiktabletts bietet mit dem Sentip eine ernst zu nehmende, preiswerte Konkurrenz zu den Cintiqs auf den Markt.

Design
Das flache Sentip kommt im edlen Schwarz-Weiss-Look daher. Das komplette Tablett ist 39×27cm groß und 17mm hoch. Neben dem 12 Zoll großen Display gibt es auf jeder Seite 4 konfigurierbare berührungssensitive Buttons und einen Touch-Strip zum Zoomen. Durch die beidseitige Anordnung der Buttons ist das Sentip sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet.
Das Sentip wird mit nur einem Kabel in eine Box verbunden, wo es Strom zieht und zusätzlich mittels DVI / VGA und USB Daten zum Monitor bzw. Rechner sendet. Somit hat man keinen Kabelsalat auf dem Schreibtisch.

1Usability
Nach dem schnellen Konfigurieren und dem Installieren der Treiber wird das Sentip sofort als 2. Monitor erkannt. Mittels Drag n‘ Drop lassen sich Fenster bequem auf die Arbeitsfläche des Sentips verschieben. Mit Hilfe des Stylus lässt sich das Sentip intuitiv bedienen. Der Stylus fungiert als Mausersatz: fährt man mit dem Stylus über das Tablett, folgt auch das Mauszeiger. Das Auftippen mit der Stiftspitze löst einen Klick aus. Auf dem Stylus ist ein kleiner Schalter angebracht, mit dem man den Rechtsklick auslöst.
Mit der beiliegenden Software lässt sich das Sentip bequem am PC konfigurieren. Neben der Konfiguration der Buttons lässt sich auch die Sensitivität des Stifts einstellen.

Praxistest
In der Praxis schlägt sich das Sentip im Vergleich mit den Cintiq Modellen hervorragend. Das 12 Zoll (1280×800px) Display ist im Vergleich zu anderen Monitoren eine Spur zu dunkel – Die Helligkeitseinstellungen zu verändern resultiert in einem leicht verschwommenen Bild. Ein zusätzlicher Nachteil ist, dass das Sentip, je nach Blickwinkel, andere Farben darstellt und verschwimmt.
Das Feeling beim Zeichnen und Arbeiten mit dem Gerät ist hervorragend. Die Arbeitsfläche fühlt sich gut an, die Stifteigenschaften lassen sich alle auf die eigenen Bedürfnisse anpassen und das Gerät wird nicht so heiß wie andere vergleichbare Modelle. Die Bilddarstellung ist bei korrektem Blickwinkel sehr gut und auch die Auflösung ist für die Größe des Modells passend. Durch den hochwertigen Ständer an der Rückseite des Tabletts, lässt sich das Sentip stufenlos im Winkel verändern – eine komfortable Sache.

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Fazit
Das Sentip ist sein Geld allemal Wert. Für kleines Geld bekommt mein ein hochwertiges Pen-Display welches kaum Wünsche offen lässt. Positiv ist die gute Verarbeitung, das durchdachte Design und die Konfigurierbarkeit des Sentips. Nachteile sind ein vergleichbar dunkles Display (zumindest wenn man herkömmliche TFT Monitore gewohnt ist) und die Darstellungsunterschiede bei verändertem Betrachtungswinkel. Das Sentip ist bei uns bereits seit etwa 2 Wochen dauerhaft im Testbetrieb und läuft sehr stabil. Eine echte Kaufempfehlung!

Vielen Dank an dieser Stelle an die Papyrus GmbH die uns das Sentip zum Test gestellt hat. Dort gibt es das Hanvon Sentip 1201W für 677,97€ (Amazon Preis: 862,30€).

Features
Größe: 390×270x17mm
LED-Bildschirm mit Hintergrundbeleuchtung
WXGA Auflösung (1280×800)
Arbeitsfläche 261×163mm
Auflösung 5080lpi
Betrachtungswinkel: 30°/60°
Helligkeit: 220cd/m²
Kontrast: 700:1
kabelloser Stift mit 1024 Druckempfindlichkeitsstufen
Stiftgröße: 11,3×158,5mm
Maximale Erkennungshöhe: 7mm
Monitoranschlüsse: DVI-I zu VGA, DVI-I zu DVI-D – 2 Meter Kabel inklusive
inklusive Software PenMark, PenMail, PenSign, PenWrite, Penwrite Asia, WhiteBoard